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Kurzbeschreibung des LLUA-Rahmenwerks#

Inhalt

In diesem Abschnitt wird kurz erläutert, für welchen Einsatz das LLUA-Rahmenwerk entwickelt wurde und wie die Entwicklung durchgeführt wurde. Außerdem werden die Struktur, Inhalte und Terminologie erläutert sowie seine Benutzung geschildert, um einen ersten praktischen Einstieg in das Rahmenwerk zu bieten.

Einsatzzweck#

Das LLUA-Rahmenwerk unterstützt Veranstaltende und Teilnehmende projektbasierter Lehrveranstaltungen. Die Unterstützung zielt dabei auf die folgenden zwei Bereiche ab:

  • Organisation und Kollaboration
    • Das Rahmenwerk unterstützt dabei, eine geeignete technische Umgebung für das Projektmanagement zu etablieren. Darüber hinaus werden Werkzeuge und Wege der Kollaboration für das alltägliche Arbeiten der Personen integriert.
  • Datenanalyse
    • Es wird ein Vorgehensmodell vorgeschlagen, das von der Formulierung geeigneter Analysefragen über die Integration der Datenaufzeichnung bis hin zum gewinnbringenden Einsatz von Analyseergebnissen reicht. Die einzelnen Tätigkeitsfelder werden prinzipiell und konkret an Beispielen erläutert. Dadurch unterstützt das Rahmenwerk darin, projektbasierte Lehrveranstaltungen durch Datenanalysen zu bereichern.

Zusammengefasst wird die Konzeption, der Entwurf, die Umsetzung und der Einsatz einer individuellen LLUA unterstützt. Auch vorhandene technische Projektmanagementumgebungen können mit diesem Rahmenwerk angepasst und erweitert werden. Mehr zu den möglichen Startpunkten finden Sie hier.

Entwicklungsgeschichte#

Das LLUA-Rahmenwerk wurde zwischen 2018 und 2023 iterativ und exploratorisch im Kontext des Promotionsvorhabens von Dennis Schmitz an der Universität Hamburg entwickelt.

Zu diesem Zweck wurde nach dem Vorbild des Rahmenwerks eine exemplarische LLUA geschaffen und diese in mehreren projektbasierten Lehrveranstaltungen (LV) eingesetzt, erprobt und verfeinert. In diesem Zusammenhang wurde agil und eng mit den Veranstaltenden und Teilnehmenden der betrachteten LVs zusammengearbeitet.

Um die entwickelten Konzepte ausreichend zu erproben und mit der Hilfe von Veranstaltenden und Teilnehmenden die LLUA und das Rahmenwerk auch praktisch weiterzuentwickeln, wurde eine eigene Lehrveranstaltung geschaffen, dessen zentraler Inhalt die Lehre von Data Analytics im universitären Kontext ist. Diese wurde mit Hilfe der aus dem Einsatz der exemplarischen LLUA gewonnen Erkenntnisse kontinuierlich weiterentwickelt. So haben sich die Entwicklung des Rahmenwerks und der gewinnbringende Einsatz der exemplarischen LLUA in den betrachteten LVs wechselseitig beeinflusst.

Struktur#

Das Rahmenwerk ist auf oberster Ebene in mehrere Bereiche bzw. Tätigkeitsfelder eingeteilt, die Cluster genannt werden. Diese sind unterteilt in sogenannte Module, die jedes Cluster in feinere Bereiche gliedern, und wiederum Komponenten beinhalten.

Die Schachtelung der einzelnen Elemente des Rahmenwerks.

Das Rahmenwerk besteht aus vier Clustern, die wie folgt genannt werden:

Die Cluster sind in ihren Inhalten untereinander nicht vollständig unabhängig. Das bedeutet, dass wenn zurzeit keine Datenanalyse angestrebt wird, kann das Cluster "Unterstützung der Datenanalyse" zwar vollständig vernachlässigt werden, das Cluster "Unterstützung der Installation und Nutzung" beinhaltet aber dennoch Inhalte, die sich darauf beziehen. In einem solchen Fall sind diese Inhalte ebenfalls zu vernachlässigen.

Kontext und Terminologie#

Das LLUA-Rahmenwerk wurde für den Einsatz im Kontext von projektbasierten Lehrveranstaltungen entwickelt. LLUA steht für Lehr-, Lern- und Analyseumgebung.

Eine projektbasierte Lehrveranstaltung ist eine Lehrveranstaltung mit einem hohen praktischen Anteil. Sie setzt im Kern auf das projektbasierte Lernen [Steckbrief - Projektbasiertes Lernen der Technischen Hochschule Köln, StoryboardThat - Projekt Basiertes Lernen]. Die Personen verfolgen in (Klein-)Gruppen kooperativ und zusammen ein Ziel und lösen somit (realweltliche) Probleme.

Die Dozierenden/Lehrenden/TutorInnen werden in dem LLUA-Rahmenwerk als Veranstaltende bezeichnet. Die Studierenden werden Teilnehmende genannt.

Jede agierende Person/Gruppe oder Softwareanwendung wird als Akteur bzw. Agent bezeichnet. Jeder Agent integriert mehrere Rollen, die sein Wissen, Fähigkeiten, Absichten, Lösungswege etc. beeinflussen (siehe dazu auch das Modul: Abbildung von Lehrveranstaltungen auf Multiagentensysteme).

Benutzung#

Zur Benutzung des Rahmenwerks sollte das vorliegende Handbuch verwendet werden. Dieses wurde zu dem Zweck erstellt, die Benutzung des Rahmenwerks zugänglich zu machen.

Die korrespondierende Dissertationsschrift von Dennis Schmitz beinhaltet vor allem die Entwicklung des Rahmenwerks inkl. einer umfassenden Anforderungsanalyse sowie die Erläuterung der Konzepte, die hinter dem Rahmenwerk stehen. Diese Inhalte sind zum Einsatz des Rahmenwerks (wenn in diesem Handbuch nicht explizit genannt) jedoch nicht nötig, dienen bei Interesse aber dem tieferen Verständnis.

In den beiden folgenden Abschnitten wird der Aufbau dieses Handbuchs sowie die Benutzung des Rahmenwerks näher erläutert.