Modul: Verteilte Kollaboration#
Inhalt
Eine LLUA kann die verteilte Kollaboration unterstützen und so die Online- oder Digital-Lehre ermöglichen. Mit Hilfe dieser Unterstützung können projektbasierte Lehrveranstaltungen vollständig digital durchgeführt werden. Es werden zunächst funktionale und nicht-funktionale Anforderungen präsentiert, die in projektbasierten Lehrveranstaltungen an eine Umgebung, die die verteilte Kollaboration unterstützt, gestellt werden könnten. Anschließend werden auf dieser Grundlage Themenbereiche identifiziert und beschrieben, wie eine technische Unterstützung für diese prinzipiell und auch konkret umgesetzt werden kann.
Rolle
KooperateurIn
Allgemeine funktionale Anforderungen#
Die allgemeinen Anforderungen für diesen Bereich einer LLUA entstammen der Rolle KooperateurIn. Je nach individuellem Bedarf können diese verändert/erweitert werden.
KooperateurIn
- Kommunizieren in verteilten Umgebungen (direkt und nicht-direkt sowie synchron und asynchron)
- Synchrone Kommunikation in Textform und in natürlicher Sprache
- Asynchrone Kommunikation mindestens in Textform (ggf. auch in natürlicher Sprache)
- Die textbasierte Kommunikation muss für spätere Verwendung gespeichert werden können (nicht nur flüchtig sein)
- Austausch von Dateien und Informationen
- Räumlich verteilt in Echtzeit zusammenarbeiten
- Bildschirmpräsentation
- Gemeinsam gleiche Artefakte bearbeiten
- z. B. räumlich verteilt kollaborativ Texte schreiben
Allgemeine nicht-funktionale Anforderungen#
Die nicht-funktionalen Anforderungen hängen zu großen Teilen von der beabsichtigen Art der Verwendung und möglichen äußeren Regularien ab. Diese könnten z. B. folgende beinhalten:
- Die Kommunikation und Kollaboration müssen über das Internet ermöglicht werden.
- Für die sprachliche Kommunikation und die Bildschirmübertragung ist eine heute angemessene Sprach-/Bildqualität einzuhalten.
Des weiteren sollten die gleichen nicht-funktionalen Anforderungen berücksichtigt werden, die bereits für das Modul: Lehrveranstaltungen organisieren und durchführen aufgestellt wurden.
Anforderungen für das Daten aufzeichnen#
Siehe Modul: Lehrveranstaltungen organisieren und durchführen.
Anmerkung
Das Aufzeichnen und die Verarbeitung/Analyse von Kommunikationsdaten können Risiken für die Einhaltung des Datenschutzes und die Wahrung der Persönlichkeitsrechte bedeuten.
Adressierte Themenbereiche#
Verteilte Kommunikation#
Für eine gelingende Kollaboration ist die Kommunikation zwischen den agierenden Personen nicht zu vernachlässigen. Kommunikation kann auf der einen Seite synchron oder asynchron und auf der anderen Seite direkt oder nicht-direkt sein. Außerdem hat es einen Einfluss, wer wem wozu was wann berichtet.
Mit synchroner Kommunikation ist hier die zeitgleiche Kommunikation gemeint. Dies sind Gespräche, die zwischen Personen geführt werden -- unabhängig davon, welches Medium dabei benutzt wird (z. B. Luft, Telefon oder Voice/Video-Chat). Vorteile dieser Form sind z. B. schnelle Antworten und Abstimmungsprozesse. Ein Nachteil ist, dass diese Form häufig flüchtig ist -- außer die Gespräche werden aufgezeichnet.
Die asynchrone Kommunikation bezeichnet hier die nicht-zeitgleiche Kommunikation. Die KommunikationspartnerInnen führen also kein direktes Gespräch und erwarten keine sofortigen Antworten/Reaktionen (z. B. Schwarzes Brett, E-Mail oder Chat). Diese Form hat z. B. die Vorteile, dass die Kommunikation dokumentiert ist und die KommunikationspartnerInnen Zeit haben, elaborierte Antworten zu verfassen. Nachteilig ist, dass die KommunikationspartnerInnen nicht wissen, wann die Informationen zur Kenntnis genommen werden und wann eine Reaktion erfolgt.
Anmerkung
Inwiefern chatten als asynchrone und nicht als synchrone Kommunikation gilt, hängt von der Nutzungsform, den KommunikationspartnerInnen und ihren (vereinbarten) Erwartungen ab. Hier soll das Chatten jedoch als Unterstützung der asynchronen Kommunikation verstanden werden.
Bei der direkten Kommunikation sind die empfangenden KommunikationspartnerInnen klar definiert (wie z. B. bei E-Mail oder Chat) -- die Kommunikation ist also gerichtet. Unter nicht-gerichteter Kommunikation wird hier die nicht-direkte Kommunikation verstanden (z. B. Schwarzes Brett, Wiki, Code-Kommentare oder Commit-Messages). Die empfangenden KommunikationspartnerInnen sind also nicht eindeutig definiert. Auch wenn eingegrenzt werden kann, wer die möglichen Empfangenden sind, gilt das hier weiterhin als nicht-direkte Kommunikation.
Alle hier vorgestellten Formen haben in projektbasierten Lehrveranstaltungen (LV) ihren Nutzen. Somit wird empfohlen, die Integration aller Formen in eine LLUA zu berücksichtigt.
Verteilte Koordination#
Von dem LLUA-Rahmenwerk wird die verteilte Koordination in projektbasierten Lehrveranstaltungen für Personen, deren Tätigkeiten/Aufgaben und Arbeitszeit betrachtet. Die verteilte Koordination umfasst dabei sowohl die vorausschauende Planung als auch die Erzeugung eines Überblicks der Abhängigkeiten von Tätigkeiten und Personen. Grundlegendes zur Koordination in projektbasierten Lehrveranstaltungen wurde bereits in dem Modul: Lehrveranstaltungen organisieren und durchführen in den Bereichen Projekte und Personen sowie Aufgaben beschrieben.
Grundsätzlich ist zu betrachten, wer wann für was zuständig ist, wer wann für wen was plant und auf welcher Detailebene die Koordination erfolgt. So ist es z. B. ein Unterschied, ob die Personen für sich selbst oder für andere Personen planen (z. B. beim Einschätzen der benötigten Arbeitszeit für eine Aufgabe und Abschätzen der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit) und ob die Koordination innerhalb eines Teams oder zwischen Teams erfolgt. Das Ziel verteilter Koordination sollte sein, für alle beteiligten Personen einen Überblick zu kreieren, wer wann was mit wem und für wen welche Tätigkeiten ausführt (diese und ähnliche Funktionen werden z. B. durch etwaige Aufgabenmanagementwerkzeuge erfüllt). Dabei ist darauf zu achten, eine adäquate Detailebene zu wählen. Eine möglichst detaillierte Darstellung der Personen und Tätigkeiten spiegelt zwar die Realität genauer wider, führt aber zum einen zu einem unangemessenen Planungs-Overhead. Zum anderen geht -- ohne Werkzeuge, die eine Abstraktion bereitstellen -- der abgezielte Überblick in der Fülle an Informationen verloren.
Die Koordination von Tätigkeiten erfolgt von den Personen in projektbasierten Lehrveranstaltungen über direkte und nicht-direkte Kommunikation (s. o.). Generell lässt sich für das Verfolgen gemeinsamer Ziele festhalten: Je gröber und langwieriger die Tätigkeiten sind, desto mehr Personen sollten von diesen Tätigkeit Kenntnis haben und je mehr Personen in das Projekt involviert sind, desto wichtiger ist es, dass diese Tätigkeiten in einem Aufgabenmanagementwerkzeug zentral repräsentiert sind. Dies gilt andersherum genauso. Die Nutzung eines Aufgabenmanagementwerkzeugs ist hier als nicht-direkte Kommunikation einzustufen. Direkte Kommunikation wird für die Koordination umso wichtiger, je detaillierter und kurzweiliger die Tätigkeiten sind, da hier häufig schnelle Antworten bzw. Abstimmungsprozesse benötigt werden.
Da sich projektbasierte Lehrveranstaltungen i. d. R. über eine Zeitspanne von einem Semester erstrecken und mehrere Personen sowie Teams involviert sind, sollte ein verteilt nutzbares Aufgabenmanagement in eine LLUA integriert werden (hinzu kommen die Möglichkeiten für die verteilte Kommunikation, s. o.). Dies sollte auch bei geringer TeilnehmerInnenzahl in Erwägung gezogen werden, damit die Teilnehmenden solche Werkzeuge kennenlernen und den Umgang mit ihnen erproben können. Denn zu großer Wahrscheinlichkeit werden Studierende der Informatik diese in ihrer beruflichen Laufbahn nutzen.
Verteilter Informations-/Datenaustausch#
Die Grundlagen für den verteilten Informations-/Datenaustausch wurden bereits implizit in dem Modul: Lehrveranstaltungen organisieren und durchführen in den Bereichen Lehr- und Lernmaterialien & Ergebnisse sowie Dokumentation beschrieben. In projektbasierten Lehrveranstaltungen treten aber noch weitere Informationen und Daten auf, als die dort genannten, und einige von den bereits genannten haben besondere Anforderungen, die hier genauer erläutert werden. Zu diesen zählen z. B. die Lehr- und Lernmaterialien sowie Ankündigungen der Veranstaltenden und Teilnehmenden.
Für Lehr- und Lernmaterialien ist besonders die zentrale und strukturierte Bereitstellung wichtig, denn sie sollten von den Teilnehmenden einfach aufgefunden und verwendet werden können. Materialien, die in Form von Dateien vorliegen, sollten eine kurze Beschreibung erhalten, sodass diese bei einer Volltextsuche von den Teilnehmenden gefunden werden können (Dies ist natürlich für alle Informationen und Daten sinnvoll, die in der Form von Dateien vorliegen). Ist die Lehrveranstaltung in einzelne Phasen oder Themenblöcke eingeteilt, so sollte sich dies auch in der Struktur der Lehr- und Lernmaterialien widerspiegeln. Außerdem kann es bei einigen Lehr- und Lernmaterialien relevant sein, dass sie sowohl online als auch offline genutzt werden können oder analog und digital bereitgestellt werden. So hat sich z. B. gezeigt, dass die Bereitstellung von analogen (ausgedruckten) Aufgabenzetteln durch eine digitale Bereitstellung gewinnbringend ergänzt wird.
Die Ankündigungen von Veranstaltenden, wie z. B. die Struktur der Lehrveranstaltung und Abgabefristen, sollten ebenfalls zentral bereitgestellt und nicht nur per direkter asynchroner Kommunikation geteilt werden. Diese Form bietet sich jedoch dafür an, die Veröffentlichung neuer Ankündigungen z. B. durch die Bereitstellung eines Links bekannt zu machen.
Auf der anderen Seite existieren jedoch auch vertrauliche Ankündigungen, die nicht global (im Kontext der Lehrveranstaltung) geteilt werden sollen. Zu diesen zählen z. B. Ab- und Krankmeldungen von Personen. Hier bietet es sich an, alle Veranstaltenden via direkter asynchroner/synchroner Kommunikation in Kenntnis zu setzen. Sind die Teilnehmenden in Teams eingebunden, sollte sie außerdem dazu angehalten werden, ihre Abwesenheit auch in diesem Kontext anzukündigen (natürlich ohne die Angabe von Gründen zu fordern).
Verteilte Erstellung gemeinsamer Ergebnisse#
Die gemeinsame Verfolgung eines Ziels und die gemeinsame Erstellung von Ergebnissen ist zentral in einer projektbasierten Lehrveranstaltung -- das Arbeiten an den gleichen Artefakten also üblich. Dabei kann darin unterschieden werden, ob die Personen zeitgleich, also in Echtzeit, kollaborieren, oder ob die Personen nacheinander bzw. verzahnt ein oder mehrere gleiche Artefakte bearbeiten.
Die verzahnte Variante hat das Potential Versionskonflikte zu generieren, die zu berücksichtigen und deren Auflösung zu unterstützen ist. Dies kann bei binären Dateiformaten z. B. durch intensive Kommunikation der Personen geschehen. Die Artefakte sollten dabei zentral verwaltet und versioniert werden, damit keine Inhalte verloren gehen. Für Artefakte, die nicht in einem binären Dateiformat vorliegen (wie z. B. Code oder Textdokumente verfasst in einer Auszeichnungssprache), sollten konsequent Versionskontrollsysteme zum Einsatz kommen. Diese können auch für binäre Dateiformate zur Versionierung eingesetzt werden -- auch wenn in diesem Fall das Zusammenführen von Versionskonflikten nicht unterstützt wird. Diese Hilfsmittel sollten auch bei einer räumlich nicht-verteilten Kollaboration eingesetzt werden.
Ist die Kollaboration nicht zeitlich, sondern ausschließlich räumlich verteilt, so bedarf es weiterer Unterstützung. In diesem Fall benötigen die kollaborierenden Personen möglichst eine synchrone Kommunikation und eine einheitliche Echtzeitsicht auf die Artefakte, an denen gearbeitet wird. Außerdem existieren heutzutage Werkzeuge, die Funktionen für die räumlich verteilte Kollaboration in Echtzeit anbieten, sodass die Personen verteilt an demselben Artefakt arbeiten können.
Da eine entwickelte LLUA sowohl für die Präsenz- als auch für die Online-Lehre bzw. Mischformen einsetzbar sein soll, wird die Integration von Funktionen für die zeitlich als auch räumlich verteilte Kollaboration angeraten. Im besonderen Fokus stehen dabei das Arbeiten in Echtzeit an Texten und die Bildschirmübertragung.
Konzeptionelle Umsetzung#
Die konzeptionellen Komponenten im Kontext Kommunikation & Kollaboration einer LLUA werden bereits hier präsentiert. Somit wird an dieser Stelle nur kurz auf die einzelnen Komponenten eingegangen, die zur Erfüllung der obigen Anforderungen dienen sollen.
Auch für dieses Modul wird der Einsatz eines einheitlichen Authentifizierungsdiensts, eines elaborierten Projektmanagementwerkzeugs sowie eines Wikis empfohlen. Die Nutzung überschneidet sich mit dem vorangegangenen Modul: Lehrveranstaltungen organisieren und durchführen.
In einer Lehrveranstaltung sollte zu Beginn erläutert werden, wozu die einzelnen Kommunikationskanäle genutzt werden. So wissen z. B. die Teilnehmenden worüber sie allgemeine Informationen oder wichtige/offizielle Ankündigungen der Veranstaltenden erhalten werden.
Authentifizierungsdienst#
Siehe hier.
Projektmanagementwerkzeug#
Siehe hier.
Um die verteilte Koordination der Personen zu unterstützen, ist es ebenfalls sinnvoll ein Projektmanagementwerkzeug einzusetzen. Durch eine geeignete Wahl des Werkzeugs und dessen -- an das jeweilige Projekt angepasste -- Konfiguration lassen sich die Aufgaben der Teams/Personen koordinieren und überblicken, damit z. B. Abgabefristen eingehalten werden.
Informationen und Materialien#
Siehe hier.
Ein geeignetes Wiki kann für den persistenten verteilten Informations-/Datenaustausch genutzt werden.
Kollaboratives Schreiben#
Ein Werkzeug, dass das kollaborative Schreiben von Texten ermöglicht, ist eine sinnvolle Ergänzung. So könnten einige der in dem Modul: Lehrveranstaltungen organisieren und durchführen beschriebenen Lehr- und Lernmaterialien, Ergebnisse und die Dokumentation verteilt kollaborativ erstellt werden.
Wünschenswert ist eine direkte Integration in das zu wählende Wiki-Werkzeug, um weitere Kontextwechsel zu verringern.
E-Mail#
Die klassische E-Mail-Kommunikation kann als asynchrones direktes Medium eingesetzt werden, sofern die Teilnehmenden dazu angehalten sind, ihre (universitären) E-Mails zu lesen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies nicht immer der Fall ist und es häufig einer direkten Aufforderung benötigt.
Außerdem bieten z. B. gängige Projektmanagementwerkzeuge die Funktion an, über die Einbindung eines E-Mail-Servers Benachrichtigungen via E-Mail zu versenden.
Aus datenschutzrechtlichen Gründen kann es sinnvoll sein, ausschließlich über universitäre E-Mail-Adressen zu kommunizieren und keine (privaten) E-Mail Adressen dritter Anbieter zu adressieren.
Text-Chat#
Wie bereits oben erwähnt, soll auch der Text-basierte Chat als Unterstützung der asynchronen Kommunikation verstanden werden. Gegenüber der klassischen E-Mail-Kommunikation ist ein Chat weniger förmlich und kann einfacher dazu genutzt werden, eine Text-basierte Unterhalten zu führen und so die verteilte Kooperation und Kollaboration unterstützen. Dies ist besonders für das Arbeiten in Teams relevant, da über einen Chat eine Gruppen-Kommunikation geführt werden kann.
Ein auszuwählendes Werkzeug sollte über die Funktionen verfügen, für jede LV einen eigenen Bereich zu konfigurieren, sodass sich Chats unterschiedlicher LVs nicht überschneiden. Hilfreich ist es, wenn in diesen Bereichen zusätzlich (spontan) Gruppen oder sogenannte Channels erzeugt werden können, die thematisch organisiert sind. So lässt sich die Text-basierte Kommunikation sinnvoll strukturieren.
Eine Suchfunktion über den gesamten Chat-Verlauf ist zusätzlich eine hilfreiche Funktion, um z. B. geteilte Informationen oder ganze Diskussionen schnell zu finden.
Außerdem bieten einige Chat-Programme die Möglichkeit an, Dateien zu versenden. Auf diese Weise können schnell Daten mit anderen Personen der LV geteilt werden.
Einige Chat-Programme ermöglichen darüber hinaus die Integration von Chat-Bots, die z. B. Benachrichtigungen aus anderen Werkzeugen in den Chat schreiben oder auf BenutzerInneneingaben reagieren und Aktionen in anderen Werkzeugen anstoßen.
Wünschenswert wäre hier ebenfalls die Authentifizierung über einen zentralen Authentifizierungsdienst.
Video/Sprach-Chat#
Für die effektive verteilte kollaborative Zusammenarbeit in Echtzeit ist eine synchrone (Gruppen-)Kommunikation mittels eines Video/Sprach-Chats fast unabdinglich. Außerdem können so schnell Sachverhalte besprochen und konkret erläutert werden. In Kombination mit einer Bildschirmübertragung kann so eine ähnliche Situation wie bei einer Präsenzveranstaltung erzeugt und Live-Präsentationen ermöglicht werden.
Hilfreich ist es, wenn sich der Video/Sprach-Chat aus dem gewählten Chat-Programm heraus initialisieren lässt, um weitere Kontextwechsel zu vermeiden. Einige Chat-Programme integrieren sogar bereits einen Video/Sprach-Chat.
Bildschirmübertragung#
Zur weiteren Unterstützung der effektiven verteilten kollaborativen Zusammenarbeit in Echtzeit, sollte das Übertragen von Bildschirminhalten ermöglicht werden. So können die Veranstaltenden und Teilnehmenden gemeinsam an Aufgaben arbeiten und eine ähnliche Situation erzeugt werden, wie wenn die Personen gemeinsam vor einem Computer sitzen.
Außerdem existieren für Live-Präsentationen Werkzeuge, in denen die Präsentationsinhalte hochgeladen werden können und dann mittels einer Präsentationsansicht den anderen Personen gezeigt werden können (dies ist z. B. in BigBlueButton möglich).
Versionsverwaltung (für Programmcode)#
Siehe hier.
Konkrete Umsetzung#
Die konkreten Werkzeuge im Kontext Kommunikation & Kollaboration der genutzten exemplarischen LLUA werden bereits hier präsentiert. An der Stelle ist auch beschrieben, wozu die Werkzeuge jeweils eingesetzt werden. Die Teilnehmenden erhalten von den Veranstaltenden entsprechende Instruktionen.
Authentifizierungsdienst#
Siehe hier.
Projektmanagementwerkzeug#
Siehe hier.
Informationen und Materialien#
Siehe hier.
Kollaboratives Schreiben#
Confluence (als gewähltes Wiki) ermöglicht bereits das kollaborative Schreiben von Texten. Siehe hier.
E-Mail#
Für die Kommunikation via E-Mail wird in der exemplarischen LLUA der zentrale E-Mail-Server der Universität Hamburg genutzt. Jeder/m Veranstaltenden und Teilnehmenden wird dort eine universitäre E-Mail-Adresse zur Verfügung gestellt.
Durch die Anmeldung an der LV sind den Veranstaltenden die E-Mail-Adressen der Teilnehmenden bekannt.
Die E-Mail-Kommunikation wird in der exemplarischen LLUA von den Personen nur selten zur Kommunikation genutzt. Die Werkzeuge Jira, Confluence und Mattermost benutzen die Kommunikation via E-Mail jedoch, um Benachrichtigungen zu versenden, wie z. B. "Ihnen wurde ein Ticket zugewiesen", "Es wurde etwas an einer von Ihnen erstellten Seite geändert" oder "Sie haben neue Nachrichten".
Text-Chat#
Zur Unterstützung der Text-basierten Kommunikation wird Mattermost eingesetzt.
Hinweis
Leider ermöglicht Mattermost nur in der Enterprise Version die Nutzung eines zentralen Authentifizierungsdienstes. Wird diese nicht verwendet, so müssen sich alle Personen einen lokalen Benutzer anlegen.
Pseudonymisierung
Für eine mögliche spätere Pseudonymisierung sollte in dem Fall einer lokalen Benutzererstellung darauf geachtet werden, dass die Personen sich mit der gleichen E-Mail-Adresse registrieren, wie bei den anderen Werkzeugen. Ansonsten wird eine einheitliche Pseudonymisierung über die einzelnen Werkzeuge hinweg erschwert.
Für jede Lehrveranstaltung wird ein Team angelegt, welchem alle beteiligten Personen zugewiesen werden. In diesem werden thematische Channels eingerichtet, in denen die einzelnen Themenbereiche/Gruppenarbeiten besprochen werden können. Außerdem wir der automatisch erstellte Channel Town Square für allgemeine Ansagen und Ankündigungen genutzt.
Zusätzlich können Chats mit einzelnen Personen oder spontanen Gruppen von Personen erstellt werden.
Die Suchfunktion ermöglicht es, den gesamten Chat-Verlauf zu durchsuchen und so schnell die abgezielten Informationen bzw. Diskussionen zu finden.
Hinzu wurde das Starten von BigBlueButton Sessions per installierbarem Plugin integriert, sodass solche Sessions via Knopfdruck gestartet werden können.
Video/Sprach-Chat und Bildschirmübertragung#
Als Video/Sprach-Chat und für die Bildschirmübertragung wird BigBlueButton (BBB) eingesetzt.
BBB ermöglicht es außerdem, sogenannte Breakout-Rooms zu erstellen, durch die sich virtuelle Räume innerhalb einer Session erzeugen lassen. Dies ist besonders für Gruppenarbeiten oder spezielle thematische Diskussionen in LVs eine hilfreiche Funktion.
Eine Session lässt sich entweder manuell über die BBB Oberfläche erzeugen und anschließend via Link teilen oder durch die Installation eines Plugins für Mattermost direkt aus einem (Gruppen-)Chat/Channel heraus erstellen.
BBB stellt auf der einen Seite virtuellen Raum dar, in dem die Lehrveranstaltung online durchgeführt wird -- zur Veranstaltungszeit, wird sich also in einem vorher erzeugten Raum getroffen. Auf der anderen Seite dient BBB den Personen dazu, geplante und spontane Meetings abzuhalten, um z. B. gemeinsam an einer Aufgabe zu arbeiten oder anderen Personen zu helfen.
Versionsverwaltung (für Programmcode)#
Siehe hier.